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Leben mit Beinamputation und Beinprothese

Surfer mit Board und Beinprothese steht am Meer- Perspektivenwechsel mit Prothesen
Surfer mit Beinprothese am Strand

Bein ab…was nun? Ich konnte mir nach meiner Beinamputation überhaupt nicht vorstellen, wie ich auf Beinprothesen wieder laufen sollte. Mir war schon klar, dass ich kein Piratenholzbein bekommen würde, aber ich dachte es würde sich anfühlen wie auf Stelzen zu laufen. Zum Glück ist das nicht der Fall!

Die Prothesenversorgung ist sehr individuell, denn keine Anwendergeschichte gleicht der anderen und wir Amputees haben auch ganz unterschiedliche Ansprüche an unsere Versorgung. Nachfolgend habe ich die aus meiner Sicht wichtigsten Informationen zum Thema Beinprothesen für euch zusammengestellt.

Der Aufbau einer Beinprothese

Aus welchen Bestandteilen eine Beinprothese besteht, hängt von der Amputationshöhe ab.

Je nachdem wo amputiert werden musste (z. B. Fuß, Knie- oder Hüftgelenk) müssen entsprechend verschiedene Prothesenpassteilen verwendet werden. Zwischen den einzelnen Prothesenpassteilen gibt es Verbindungselemente, mit Hilfe derer z. B. die Höhe der Prothese individuell angepasst werden kann oder teilweise auch zusätzliche Funktionen erfüllt werden können.

Folgende Prothesenpassteile gibt es generell:

2 schwarze Beinprothesen aus Carbon mit Fußkosmetik-
Perspektivenwechsel mit Prothesen

Der Prothesenschaft ist die Verbindung zwischen dem Beinstumpf und den anderen Prothesenkomponenten. Der Schaft wird immer individuell aus Carbon angefertigt und ein gute Passform ist Voraussetzung dafür, dass eine befriedigende Prothesenvesorgung sichergestellt wird.

Adapter und Verbindungselemente fügen die verschiedenen Prothesenbauteile zusammen.

Bei den Prothesenfüßen gibt es eine riesige Auswahl von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Ausführungen. Meine Erfahrung ist, dass es den Prothesenfuß der Alles kann noch nicht gibt, also überlegt euch am Besten was für euch bei der Versorgung wichtig ist und testet verschiedene Füße.

Erstversorgung – Die Interimsprothese

Bei jeder neuen Beinprothese wird zuerst eine vorläufige Prothese (Interimsprothese) angefertigt. Diese wird noch nicht mir Carbon hergestellt, damit der Schaft leicht an die variierende Form des Beinstumpfes angepasst werden kann vom Orthopädietechniker. Bei frisch amputierten Patienten reduziert sich der Umfang des Beinstumpfes innerhalb der ersten Monate, abhängig vom Abklingen der Schwellung und dem Verlauf der Wundheilung.

2 Beinprothesen in der Interimsphase der Prothesenanpassung- 
Perspektivenwechsel mit Prothesen
Interimsprothesen mit leicht anpassbaren durchsichtigem Schaft

In der Interimsphase, welche bis zu 6 Monaten dauert, können außerdem bereits unterschiedliche Bauteile wie zum Beispiel Kniegelenk oder verschiedene Füße getestet werden, welche bei der endgültige Prothese (Definitivprothese) verwendet werden. Die Passform der Prothese wird während dieser Probephase immer wieder durch den Orthopädietechniker verbessert, so dass bei der Definitivprothese mit Carbonschaft, möglichst keine Passformprobleme auftreten.

2 Beinprothesen als Definitivversorgung - Perspektivenwechsel mit Prothesen
Definitivversorgung Beinprothesen mit Carbonschaft

Später kann Gewichtszunahme oder -abnahme dazu führen, dass es Volumenänderungen des Stumpfes gibt und der Schaft dadurch nicht mehr optimal passt. Generell sollte man also als Prothesenträger darauf achten sein Gewicht zu halten. Zwar lassen sich solche Formveränderungen bis zu einem gewissen Maß ausgleichen, doch irgendwann passt der erste Schaft nicht mehr und muss entsprechend vom Orthopädietechniker angepasst werden oder auch komplett neu gefertigt werden.

Wie war das eigentlich bei dir?

Wenn ihr gerne mehr über meinen Weg zu meiner ersten Beinprothese wissen wollt, dann schaut euch die Artikel „Dieser Weg wird kein leichter sein – Start in die Reha“, „Blut, Schweiß und Tränen“ und „Musikalischer Reha-Endspurt“ an.

Die richtige Beinprothese finden

Nach ungefähr 3-6 Monaten ist die Interimsversorgung in den meisten Fällen abgeschlossen und der Stumpf hat seine bleibende Form entwickelt. Jetzt kann der nächste Schritt getan werden – Die Herstellung und Anpassung der Definitivprothese.

Die Auswahl der passenden Passteile richtet sich nach folgenden Anwenderkriterien:

  • der körperlichen Konstitution
  • Nebenerkrankungen
  • dem Alter
  • dem Körpergewicht
  • der Amputationshöhe
  • dem Freizeitverhalten
  • dem Lebensumfeld

Zudem gibt es die Möglichkeit verschiedene Prothesen für unterschiedliche Einsatzzwecke bzw. Anwendungsbereiche zu fertigen:

  • Alltagsprothese – für das Tragen zu Hause, bei Freizeitaktivitäten und am Arbeitsplatz
  • Badeprothese – jedem Amputierten steht eine wasserfeste Prothese zu
  • Sportprothese – auf einzelne Sportarten ausgerichtete Prothesen (z. B. Lauffedern)

Für eine passende Beinprothese müssen das jeweils richtige Gelenk und die korrekte Kombination aus Fuß und anderen Bauteilen (z. B. Liner, Schaft) passend zusammengestellt werden.

Dabei unterscheidet man bei der prothetischen Versorgung grundsätzlich in:

  • mechanische Gelenke – Knie und Fuß
  • bionische/elektronische Gelenke – Knie und Fuß mit künstlicher Intelligenz
  • Sportversorgungen

Optische Versorgung von Beinprothesen

Manchen Anwendern ist es wichtig, dass ihre Beinprothese natürlich wirkt, daher besteht die Möglichkeit die Beinprothese mit einem Überzug zu verkleiden. Aktuell gibt es dafür 3 Möglichkeiten:

2 Beinprothesen mit kosmetischem Überzug mit hautfarbenem Silikon- Perspektivenwechsel mit Prothesen
Definitivversorgung der Beinprothesen mit Silikonüberzug
2 Beinprothesen mit Cover im Cutout Design auf beiden Seiten in rosegold - Perspektivenwechsel mit Prothesen
Definitivversorgung der Beinprothesen mit 3D-Druck Cover

Wem es egal ist, ob die Prothese in ihrer Form dem ursprünglichen Bein gleicht und dennoch auf individuelle Gestaltung nicht verzichten will, der hat zudem die Möglichkeit den Schaft mit dem eigenen Wunschmotiv bedrucken zu lassen bei der Anfertigung. Deiner Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt!

Welche Arten von Beinprothesen gibt es?

Unterschenkelamputation

Wird das Bein unterhalb des Knies amputiert, spricht man von einer Unterschenkelamputation. Die Funktionen des Kniegelenkes bleiben vollständig erhalten. In diesem Fall ist eine Prothesenversorgung notwendig, die eine Verbindung zum Fußgelenk schafft und die Funktion des Fußgelenkes ersetzt.

In den letzten Jahren hat sich die Versorgung mit sogenannten Linern durchgesetzt, einem eng anliegenden Strumpf aus Silikon, Polyurethan oder Copolymeren, der über den Unterschenkelstumpf gezogen wird. Dieser haftet so stark auf dem Stumpf, dass er sich nur auf- und abrollen, nicht aber hinunterziehen lässt. Die Prothese ist dadurch sicher mit dem Liner verbunden.

Grauer Silikonliner mit PIN-Lock
Liner mit PIN (= Schraube ist am Liner befestigt und dient der Verbindung mit dem Schaft)

Neben Linern mit PIN haben sich aufgrund des sicheren Haltes und der geringen Belastung des Stumpfes insbesondere Vakuumsysteme etabliert. Dabei wird beim Anziehen der Prothese durch Unterdruck eine sichere Verbindung zwischen dem Prothesenschaft und dem Beinstumpf hergestellt. Hier wird zusätzlich noch eine sogenannte Kniekappe benötigt, also nochmal ein zusätzlicher Liner der über den Schaft gezogen wird. Alternativ gibt es das Vakuumsystem mit Dichtlippen. Je nach Aktivitätslevel haben Kniekappen und Dichtlippen hohen Verschleiß. Eine nicht intakte Kniekappe oder Dichtlippe hat zur Folge, dass das Vakuum nicht mehr gegeben ist und damit die Prothese nicht mehr sicher anhaftet.

Zudem ist bei einer Versorgung mit Kniekappe zu bedenken, dass diese Doppellinerversorgung das Abwinkeln des Knies einschränken kann und das unter Umständen bei Aktivitäten als störend empfunden wird z. B. beim Radfahren.
Probleme können darüber hinaus auftreten, wenn der Stumpf im Liner vermehrt schwitzt und es zu Hautproblemen kommen kann. Außerdem kommen manche Prothesenträger mit dem unvermeidlichen Zug auf der Stumpfhaut nicht
zurecht.

Neben der häufigsten Versorgung mit Liner und PIN bzw. aktivem/passivem Vakuum, gibt es noch folgende Versorgungen für Unterschenkelamputationen:

  • Weichwand-Innentrichter
  • Unterschenkelprothese mit/ohne Oberschaft
2 Beinprothesen mit schwarzweißen Turnschuhen und verziert mit bunten Aufklebern

Knieexartikulation

Amputationen im Kniegelenk machen eine Prothesenversorgung notwendig, die die Funktion des Kniegelenkes ersetzt. Im Vergleich zu Unterschenkelversorgungen kommt hier also noch ein weiteres Passteil hinzu: das Knie. Ebenso wie bei den Prothesenfüßen gibt es auch bei den Knien verschiedene Modelle von unterschiedlichen Herstellern.
Hinsichtlich der Schaftversorgung sind auch bei Knieexartikulationen mehrere Varianten möglich:

  • Weichwandinnentrichter
  • Linertechnik mit Ausstoßventil
  • Carbonrahmenschaft mit flexiblem Innenschaft

Weil die Oberschenkelmuskulatur nach einer Knieexartikulation weitestgehend erhalten bleibt, besitzt der Prothesenanwender viel Kraft in seinem Stumpf und kann deshalb die Prothese in der Regel gut steuern. 

Oberschenkelamputation

Wird oberhalb des Knies amputiert, spricht man von einer Oberschenkelamputation, wie bei einer Knieexartikulation muss durch passende Gelenke das Knie und der Fuß ersetzt werden.

Bei einer Oberschenkelamputation geht sowohl knöcherne Belastungsfläche als auch knöcherne Hebellänge verloren. Je kürzer der Stumpf ist, desto stärker verändert sich auch das Muskelgewicht. Um eine Überlastung des Stumpfes zu vermeiden, werden Oberschenkelprothesen so gebaut, dass auch der Beckenknochen einen Teil der Last übernimmt.

Auch hier gibt es verschiedene Varianten der Schaftversorgung:

  • Holzschaft
  • Sitzbeinunterstützender Schaft (Querovaler Schaft)
  • Sitzbeinumgreifender Schaft (Längsovaler, CAT-CAM-Schaft)
  • Carbon- oder Gießharzschaft, mit oder ohne flexiblem Innenschaft, mit oder ohne Liner sowie mit oder ohne aktivem Vakuumsystem
  • MAS-Schaftform
  • VX-Schaftform
Männlicher Anwender im Schwimmbad mit Oberschenkelprothese in Badehose am Beckenrand
Anwender mit Oberschenkelamputation und prothetischer Versorgung

Hüftexartikulation/Hemipelvektomie

Amputationen im Bereich der Hüfte stellen besondere Anforderungen an den Patienten, da hier noch ein weiteres Gelenk, das Hüftgelenk, ersetzt werden muss. Zudem fehlen je nach Amputationsart Abstützpunkte, was dem Patienten
bereits das Sitzen erschwert. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Teile des Beckens entfernt werden mussten (Hemipelvektomie).

Bei Hüftexartikulationen wird ein Beckenkorb angepasst, der das Becken teilweise umfasst und an dem die restlichen Passteile – Hüftgelenk, Knie und Fuß – befestigt werden.

  • Hüftkorb aus Carbon oder Gießharz, mit oder ohne flexiblem Innenschaft
  • Geschlossener Schaft mit flexiblem Innenmaterial

Sonderformen bei Beinamputation

Umkehrplastik

Im Gegensatz zur normalen Amputation bietet diese Technik in vielen Fällen eine bessere Funktionsfähigkeit und Stabilität in der betroffenen Extremität. Insbesondere bei Erkrankungen des Knochens (z.B. Osteosarkom) kommt die Umkehrplastik zum Einsatz. Bei notwendiger Amputation des Knies wird der Oberschenkel oberhalb des Knies und der Unterschenkel unterhalb des Knies durchtrennt. Der Unterschenkel wird dann inklusive Fuß am Oberschenkel befestigt, der Fuß zeigt dabei nach hinten. Durch diese besondere Vorgehensweise kann das obere Sprunggelenk die Funktion des Kniegelenks übernehmen und damit die Versorgung mit einer Prothese leichter gestalten. Zudem kommt es, anders als bei Vollamputationen, seltener zu Phantomschmerzen.

Endo-Exo Prothesenversorgung

siehe dazu meinen Blogartikel „Ist Endo-Exo Versorgung die Lösung?“

Wo findest du darüber hinaus Hilfe nach der Beinamputation?

An alle neu dazugekommen Amputees möchte ich noch auf die Möglichkeit des Peer-Counseling, d. h. Austausch mit anderen Betroffenen hinweisen, schaut dazu gerne bei folgenden Blogartikeln über das Peer Projekt vorbei. Wer nicht vergessen werden sollte sind die nächsten Angehörigen, denn sie leiden oft ebenso unter der neuen Situation, daher habe ich euch unter „Leiden in der zweiten Reihe- werden Angehörige gehört?“ weiterführende Anlaufstellen verlinkt.

Zudem habe ich euch im Artikel „Wo finde ich als Amputee erste Hilfe und Informationen“ noch passende Internetseiten, Facebookgruppen und Fachzeitschriften zusammengestellt.

Auch zum Thema Reisen mit Beinprothese und Bewältigung des Alltags mit Beinamputation habe ich euch bereits hilfreiche Blogartikel geschrieben.

Solltet ihr unter Phantomschmerzen leiden dann lest euch gerne den passenden Text mit nützlichen Hinweisen dazu durch und wenn ihr euch fragt was ihr dagegen tun könnt, hilft oft Bewegung und Ablenkung-> Sport unterstützt euch wieder in ein aktives und schmerzfreies Leben zurückzufinden.

Zum Schluss noch einen Ausblick anhand eines Vortrags wie die Prothesen der Zukunft aussehen können und was uns Amputess damit ermöglicht werden soll. Ich bin gespannt, was die technische Entwicklung noch für Überraschungen für uns bereit hält- ich bin überzeugt, es wird großartig!

Da man niemals auslernt und ich gerne auf eure Expertise zurückgreifen möchte, sagt mir gerne Bescheid, wenn ihr Anmerkungen zu den von mir zusammengestellten Informationen habt- mein Blog ist auch dafür da, dass wir voneinander lernen!

Auf eine Übersicht der verschiedenen Prothesenhersteller und ihren Produkten habe ich bewusst verzichtet, da es zum einen eine sehr große Auswahl gibt, die ich sicher nicht allumfassend abbilden kann und zum anderen werde ich keine Empfehlung für bestimmte Versorgungen aussprechen. In Rücksprache mit dem Orthopädietechniker des Vertrauens solltet ihr selbst herausfinden, welche Kombination an Passteilen optimal zu euch passt.

Ich freue mich darauf von euch zu hören und bin für jeden fachkundigen Rat und hilfreiche Erfahrung, die den Artikel bereichern, dankbar.

Eure

CarbonEla Daniela

3 wertvolle Buchtipps die dir durch die Pandemie helfen!

Winterzeit = Lockdownzeit = Lesezeit!

Und Dank Corona gibt es aktuell wenig Ablenkungen und damit die Chance die gewonnene Zeit sinnvoll zu investieren und zwar am Besten in dich selbst!

Ich möchte mit dir 3 ganz besondere Buchtipps teilen, diese können für dich hilfreich sein, wenn dich die aktuelle Lage belastet, sie dich zum Nachdenken bringt und du dir Zeit für deine persönliche Entwicklung nehmen möchtest.

1. Weiter geht`s, Schritt für Schritt (Cornelia Sachs)

Zum ersten Buch habe ich einen ganz besonderen Bezug, da meine Geschichte ein Kapitel davon ist. Seit Ende letzten Jahres habe ich auf diesen Moment gewartet und bin sehr glücklich endlich das fertige Buch in meinen Händen halten zu dürfen!

25 Amputees im Alter von 12-90 Jahren geben Einblicke, wie es ihnen ganz individuell gelungen ist, mit ihrem jeweiligen Schicksal umzugehen und ihren Alltag neu zu gestalten – das macht für mich den unfassbaren Mehrwert dieses Buches aus! Ich habe es in einem Tag durchgelesen und ich bin wirklich stolz Teil dieses Projektes sein zu dürfen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als Cornelia 2019 das Projekt ins Leben gerufen und sich auf die Suche nach Amputees begeben hat, die bereit waren ihre Geschichte für das Buch aufzuschreiben, um damit Anderen zu helfen.

Als ich davon gehört habe, war ich sofort begeistert und wollte unbedingt Teil dieses Ratgebers sein.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es unabhängig, persönlich, gemeinnützig, sowie frei von kommerziellen Eigeninteressen oder Interessen der Versorgungsindustrie und keine Egoshow der einzelnen Teilnehmer ist.

Cornelia ist selbst seit 1980 beinamputiert und lebte bis 2014 in den USA, dort begegnete ihr das Buch „You`re not alone“, das ihr bei der weiteren Verarbeitung ihrer eigenen Beinamputation geholfen hat. Dieses Buch enthält 38 Geschichten von Amputees und ist leider nur in Englisch erhältlich.

Solch eine Lektüre gab es bislang in Deutsch noch nicht. Da Cornelia gemerkt hat, wie hilfreich dies für sie war, hat sie sich vorgenommen, solch ein Buch mit Beispielen, Geschichten und Erfahrungen in Deutschland herauszugeben.

Es ist ein tolles Mutmacher-Buch entstanden und es soll als Quelle für Informationen dienen, zur Stärkung der Position von Amputierten beitragen und das Akzeptieren der neuen Situation erleichtern.

Weiterlesen „3 wertvolle Buchtipps die dir durch die Pandemie helfen!“

Amputee takeover auf Instagram!

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Naaa wie läuft die Umsetzung eurer Neujahresvorsätze?

Habt ihr sie schon über den Haufen geworfen oder vielleicht gar keine gemacht?

Gefühlt batteln sich die Menschen aktuell auf Instagram vor allem in den Bereichen Fitness und Ernährung, wer am Schnellsten nach Silvester wieder „in shape“ kommt. Und das will man natürlich der Welt nicht vorenthalten 😀

Da es meiner Meinung nach genügend Leute gibt denen man auf Insta beim homeworkout und Superfood mischen zuschauen kann, teile ich davon nichts auf meinem Account, was aber nicht heißt, dass es keinen Sport und gesunde Ernährung bei mir gibt. Nur vom Anschauen der Stories und Posts, wird man leider nicht fitter 😀

Meine aktuellen Lieblingsaccounts auf Instagram

Ich abonniere auf Instagram in erster Linie andere Amputees aus der ganzen Welt, zudem folge ich noch einigen Organisationen, Firmen und Magazinen die sich mit den Themen Amputation, Prothetik, Inklusion, Persönlichkeitsentwicklung und Money Mindset beschäftigen. 

Falls ihr noch nicht auf Instagram seid, aber euch überlegt euch anzumelden, möchte ich euch ein paar Accounts vorstellen, die zu meinen persönlichen Lieblingsprofilen gehören. Dabei stelle ich hier absichtlich nicht nur Instagramprofile vor die bereits zehntausende von Follower haben, sondern auch weniger bekannte Accounts.

Wenn ihr schon auf Instagram seid, dann schreibt mir gerne, wer zu euren Favoriten gehört und wessen Content ihr euch immer gerne anschaut? Vielleicht folgen wir auch den gleichen Leuten oder ihr findet nachfolgend Jemand der zukünftig auch zu euren Instagramfavoriten gehört. Viel Spaß beim Profile gucken!

yogikira (Yoga Instructor, YogaAmputee, Skier)

melreisoficial (Amputee Ballerina)

pauldegelder (Shark Attack Survivor, Shark Advocate, Amputee Diving)

tattoo_pole_boy (Amputee poler)

allisonelang (Amputee Traveller)

alilcn (Paralympian athlete T61)

that_guy_with_one_leg (Amputee Skater)

carbonhook30 (Amputee MTB Prorider)

elliott_sendy (Paralympic Snowboarder)

naturallykiara (Amputee Model)

stephen.handley (Double BK Amputee mountain climber)

havenfaithshepherd (Paralympic Swimmer)

thesinglehandedsailor (Amputee sails solo around the world)

red_nolegs (Amputee surfer)

Und war was Spannendes für euch dabei? Schreibt mir gerne, wenn ihr Tipps habt die ich eurer Meinung nach hier unbedingt noch ergänzen sollte!

Mein Profil auf Insta findet ihr übrigens unter carbon_ela, würde mich freuen, wenn ihr mal vorbeischaut, meinen Account abonniert und die Glocke aktiviert, damit ihr keine Beiträge verpasst!

Eure

Daniela CarbonEla

EmpowHER @desired.de!

Hallo liebe Amputees und Zweibeiner,

heute ist mein Artikel auf der Seite des Onlinemagazins desired live gegangen.

Ihr erinnert euch bestimmt noch an die diesjährige Kampagne mit AktionMensch zum Thema „Soziales Engagement“, den Gedanken nimmt desired nochmal auf und erzählt meine Geschichte.

Den ganzen Artikel findet ihr unter folgendem Link:

https://www.desired.de/lifestyle/daniela-moechte-vorbild-fuer-andere-menschen-mit-behinderung-sein/

Neben dem Onlinebeitrag wird desired zudem eine Woche lang ein Bild von mir, zusammen mit einer kurzen Info zu meinem Engagement, auf den Stroer Public Video Screens deutschlandweit laufen lassen.

Die Infoscreens findet ihr in vielen U-/S-Bahnstationen und falls ihr mich entdeckt, würde ich mich MEGA freuen, wenn ihr mir kurz Bescheid gebt, wo ihr mich gesehen habt! 🙂

Lieben Dank für eure Unterstützung und soviel sei schon mal verraten: Das war nicht das letzte tolle Projekt für dieses Jahr!

Mein persönliches Highlight kommt noch – save the best for last! 😀

Das passende Cover für deine Beinprothese!

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Du läufst an einem Spiegel vorbei…

Was siehst du?

Viele Amputees haben nach der Amputation erstmal Probleme damit ihren veränderten Körper zu akzeptieren. Sie müssen sich mit ihrem neuen Erscheinungsbild anfreunden und die Blicke der Leute aushalten.

Kommt dann die Prothese, ist es für Viele der erste Schritt zurück zur Normalität, aber dennoch verstecken sie die Beinprothese lieber. Man entspricht nicht mehr der gängigen Norm.

Was ist die Lösung?

Lange Hosen tragen? Auch im Sommer bei 30 Grad und mehr?

In der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten seine Beinprothese zu verschönern und das kann helfen, sich mit der neuen Situation schneller zu arrangieren.

Man kann seinen Schaft mit dem Motiv der Lieblingsband oder des Lieblingsvereins bedrucken lassen, es gibt Schaumstoff- oder Silikonkosmetik, um die Prothese in Form und Farbe möglichst dem ursprünglichen Bein nachzuempfinden.

Viele Fragen mich, ob ich von Anfang an so selbstverständlich meine Beinprothesen gezeigt habe. Die Antwort ist ganz klar: „Auf gar keinen Fall!“

Weiterlesen „Das passende Cover für deine Beinprothese!“

Das WIR gewinnt! @Aktion Mensch

© Aktion Mensch Kampagne: Peer-Projekt als soziales Engagement

Hallo liebe Amputees und Zweibeiner,

letzte Woche ist mein Beitrag zur aktuellen Kampagne von Aktion Mensch live gegangen!

Ich freue mich sehr, dass ich auch dieses Jahr wieder für die gemeinsame Kooperation angefragt wurde und ein Fotoshooting stattfand. Dieses Jahr stand ich aber nicht allein vor der Kamera, sondern mit der lieben Jana!

Jana durfte ich vor ziemlich genau einem Jahr in meiner Funktion als Peer-Beraterin in Münchner Krankenhäusern kennenlernen.

Was ist ein Peer?

Ich habe euch schon öfters über das Projekt „Peers im Krankenhaus“ berichtet, bei dem ich mich ehrenamtlich engagiere. Ein Peer ist ein Betroffener, also in meinem Fall Jemand mit Beinamputation, der von den Krankenhäusern gerufen wird, wenn bei Patienten eine Amputation geplant ist.

Wenn der Patient das Gespräch auch gerne möchte, komme ich in der Regel im Krankenhaus vorbei und beantworte, auf Basis meiner eigenen Erfahrungen, die Fragen der Patienten zu den Themen Amputation und Prothesenversorgung.

Bei den meisten Patienten hat das einen solch positiven Effekt, dass sie mit weniger Ängsten in die Zukunft nach der Amputation blicken. Mit einigen Patienten bleibt der Kontakt auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus bestehen, so wie in diesem Fall mit Jana.

Jana hat seit 17 Jahren eine Immunerkrankung (Panateriitis nodosa), welche eine doppelseitige Thrombose verursachte und leider zu einer beidseitigen Unterschenkelamputation führte.

Den aktuellen Artikel inkl. der neuen Bilder mit Janas und meinem Input zum Thema „Soziales Engagement“ findet ihr unter folgendem Link auf der Aktion Mensch homepage:

https://www.aktion-mensch.de/menschen-und-geschichten/aus-dem-leben/vorbilder-menschen-mit-behinderung.html

Weiterlesen „Das WIR gewinnt! @Aktion Mensch“

Behinderte als Arbeitnehmer? Nein Danke!

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Wer von euch war schon mal länger arbeitslos, obwohl ihr eigentlich gerne einer Beschäftigung nachgehen wolltet?

Was für ein Gefühl war es Absage um Absage zu erhalten?

Wie ist die Lage für Menschen mit Behinderung auf dem deutschen Arbeitsmarkt?

Menschen mit Behinderung suchen in der Regel doppelt so lange nach einem neuen Job, als Menschen ohne Behinderung, obwohl sie oft gleichwertig oder besser ausgebildet sind.

Es gibt zwar die sogenannte Ausgleichsausgabe, die Unternehmen ab 20 Mitarbeiter zahlen müssen, wenn sie die festgelegte Quote von behinderten Mitarbeitern nicht erfüllen, allerdings nehmen es doch viele Unternehmen lieber in Kauf das Geld zu zahlen, als mehr Menschen mit Behinderung einzustellen.

Warum ist das so?

Ein kleines Bsp. aus dem Alltag, das ich selbst so kürzlich erlebt habe.

Freitagabend: Eine Freundin von mir hat einen Mädlsabend organisiert in größerer Runde beim Italiener und ausser der Gastgeberin kenne ich sonst Keine. Ich sitze gegenüber von 2 Mädls und beim Smalltalk kommt irgendwann das Thema auf den Job. Beide sind im Personalwesen ihres jeweiligen Unternehmens tätig und die eine erzählt dann, dass sich bei ihr ein Bewerber vorgestellt hatte der blind war. Da die ausgeschriebene Stelle beinhaltete, dass man mit dem Dienstwagen zu anderen Unternehmen fährt und dort Maschinen auf Fehler überprüfen sollte, war der Kandidat für den Job nicht geeignet. Sie erzählte dann weiter, dass der blinde Bewerber nach der Absage vor Gericht gezogen wäre und versucht hätte hier eine finanzielle Entschädigung zu erstreiten. Da erzählt die Andere, dass sie ähnliche Erfahrungen gemacht hat und es wohl „einschlägige schwarze Schafe“ gibt unter den behinderten Bewerbern, die sich nur bewerben, um im Anschluss einen Formfehler im Bewerbungsprozess zu finden und dann eine Klage anzustreben.

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Neue eurocom Broschüre zum Thema Amputation

Hallo liebe Amputees,

eine kurze Info, dass ihr ab sofort die neue Broschüre „Beinamputation- wie geht es weiter?“ (Ratgeber für Patienten) kostenlos bestellen könnt.

Ebenso gibt es eine neue kostenlose Neuauflage von „Recht und Anspruch auf Prothesenversorgung“.

Beide Broschüren könnt ihr unter folgendem Link bestellen oder als PDF herunterladen:

www.eurocom-info.de

 Betroffene und ihre Angehörigen erfahren hier, welche Amputationsarten es gibt, wie es nach einer Amputation weitergeht, wie die Rehabilitation ablaufen sollte und welche Prothesen und Passteile für eine Versorgung infrage kommen.

Informationen zur Bewältigung des Alltags und Erfahrungsberichte von Menschen, die ihr Leben mit Prothese meistern sind ebenfalls enthalten. Zudem eine Übersicht der Kontaktdaten von Rehakliniken und Selbsthilfegruppen.

Neues Interview mit der Viactiv Krankenkasse!

Hallo liebe Amputees und Zweibeiner,

nachdem uns in den letzten Monaten überwiegend die Gesundheitslage in unserem Land und weltweit beschäftigt hat, habe ich entsprechend das ein oder andere versprochene Projekt aufschieben müssen.

Umso mehr freue ich mich, dass im Juni mein Artikel zum Thema Endo-Exo in der „amputee“ abgedruckt wurde und diesen Monat mein Interview mit meiner Krankenkasse, online und im Mitgliedermagazin, zu finden ist.

Sommerausgabe VIACTIV Kundenzeitung

Auch hier habe ich wieder die Chance genutzt über das Peer-Projekt zu sprechen und hoffe, dass ich im Oktober meinen Fachvortrag zum Thema „Peers im Krankenhaus“ im Klinikum Bogenhausen nachholen kann.

Weiterlesen „Neues Interview mit der Viactiv Krankenkasse!“

Amputees erzählen: Ist Endo-Exo Versorgung die Lösung?

 

Endo-Exo Prothesenversorgung

Immer wieder taucht das Thema Endo-Exo Prothesenversorgung in den Facebookgruppen der Amputees auf. Diese Art der Prothesenversorgung kommt ohne Schaft aus, denn hier wird ein Implantat im noch vorhandenen Knochen eingesetzt, welches dann die Verbindung zur Prothese darstellt. Immer mehr Anwender interessieren sich für diese Art der Versorgung. Wer Probleme hat mit herkömmlichen Schäften, wg. Schwitzen oder offenen Stellen, für den kann Endo-Exo eine dauerhafte Lösung sein.

Vereinfacht gesagt, besteht die Endo-Exo-Prothese aus zwei Teilen:

1) Ein Endosystemteil, das in den Knochen fest implantiert wird und mit diesem verwächst (Osseointegration).

2) Ein Exosystemteil, an das die Prothesenbauteile wie Kniegelenk oder sonstige Anschlussteile angeschlossen werden.

Endo

Durch diese Endo-Exo-Beinprothese verläuft die Kraftübertragung wieder so, wie es die Natur vorgesehen hat: über den Knochen. Das bedeutet maximale Mobilität und ein sicheres, harmonisches Gangbild ohne die störenden Randbereiche eines Prothesenschaftes.

WAS SIND DIE VORTEILE EINER OSSEOINTEGRATION?

Für Patienten mit Amputation bietet die Osseointegration gegenüber der Schaft-Prothese eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Mehr Beweglichkeit
  • Präzise Führung der Prothese
  • Mehr Aktivität
  • Größerer Tragekomfort u.a. auch beim Sitzen
  • Einfache Handhabung
  • Volumenschwankungen des Stumpfes haben keine Auswirkung
  • Direkte Verbindung zum Körper ohne Schaft

WAS KÖNNEN NACHTEILE EINER OSSEOINTEGRATION SEIN?

Weiterlesen „Amputees erzählen: Ist Endo-Exo Versorgung die Lösung?“