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Inklusion oder Instrumentalisierung?

Hallo liebe Amputees, Hallo liebe Zweibeiner,

der Countdown läuft!

Am 24.8. starten die Paralympics in Tokio und das Thema wird in den Medien immer präsenter.

Dabei sind Prothesenträger anscheinend die neuen Lieblinge der Werbebranche.

Egal ob für Lebensmittelketten, Tankstellenkonzerne, Schuppenshampoo-/Kleidungs-/Schuhhersteller, Autofirmen, Banken oder Versicherungen, schicke Carbonbeine in Werbespots einzubauen liegt anscheinend im Trend.

Die meisten Akteure sind amputierte Profisportler, welche von der jeweiligen Firma gesponsert werden und Teil des Deals ein Auftritt in deren Werbung ist. Durch die diesjährigen Paralympics ist dieser Trend sicher noch verstärkt worden. Aber bei den Paralympics nehmen nicht nur Prothesenträgern teil, sondern es gibt eine große Bandbreite an körperlichen Behinderungen.

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Die 22 paralympischen Sommersportarten/ Quelle: parasport.de

Häufig werden behinderte Sportler*innen als „Opfer“ oder „Helden“ inszeniert von den Medien (z.B. „Tapfer meistert er sein Schicksal.“). Damit die Persönlichkeit und nicht die Behinderung im Fokus steht bei den Paralympics, hat Aktion Mensch zusammen mit dem Projekt Leidmedien.de und dem Deutschen Behindertensportverband eine Broschüre mit Tipps für die Medienberichterstattung veröffentlicht. Diese soll helfen z. B. Interviews mit den Athleten zu führen ohne sprachliche Diskriminierung.

Medien beeinflussen das Bild, dass die Gesellschaft von Menschen mit Behinderung hat. Sie sollten informieren und Gemeinsamkeiten aufzeigen, statt Vorurteile zu prägen. Ich hoffe viele Medienschaffende nehmen sich die Anregungen aus der Broschüre zu Herzen.

Ein positives Beispiel ist für mich die neue Kampagne WeThe15, wie man Aufklärungsarbeit leisten kann ohne die Menschen zu stigmatisieren. WeThe15 soll die größte Menschenrechtsbewegung aller Zeiten werden, um die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen zu beenden und das Leben der 1,2 Milliarden Menschen mit einer Behinderung zu verbessern.

Zum ersten Mal haben sich dafür große Sport-Dachorganisationen verbündet: das Internationale Paralympische Komitee, die Special Olympics, die Invictus Games Foundation für kriegsversehrte Soldatinnen und Soldaten und das Internationale Komitee des Gehörlosensports.

Ein Film aus dem letzten Jahr glorifiziert dagegen Sportler mit Behinderung. Die Netflix-Doku „Rising Phoenix“ zeigt paralympische Athleten als Helden. Das ist sicher den sportlichen Leistungen angemessen, sie verklärt allerdings den Alltag vieler Menschen mit Behinderung.

Sehr interessant finde ich allerdings, dass über die Entstehungsgeschichte der Paralympics und dem Begründer Ludwig Guttmann berichtet wird. Er war Facharzt für Neurologie, erhielt als jüdischer Arzt in der NS-Zeit Berufsverbots und wanderte nach England aus. Dort kümmerte er sich um Kriegsversehrte und baute die erste Spezialklinik für Menschen mit Wirbelsäulenverletzungen auf.

Zum Start der Paralympics gibt es die Dokumentation, exklusiv bis zum 5.9.21 auf youtube, für jeden kostenlos anzusehen. Also macht euch gern euer eigenes Bild davon. Das Video habe ich euch nachfolgend verlinkt:

Sind Amputees die neuen Superhelden?

Bladerunner oder Bladejumper mit Sportprothesen haben den Prothesenträgern ein cooles Image verpasst. Viele Prothesenträger haben große Schwierigkeiten damit sich selbst als Mensch mit Behinderung zu bezeichnen. Was sagt das über uns aus? „Behindert sind höchstens die Anderen, aber ich nicht!?“

Behindert zu sein bedeutet in unserem Land in vielerlei Hinsicht immer noch Mensch zweiter Klasse zu sein und wer sagt das schon gern über sich selbst?

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Perspektivenwechsel mit Simone Mross

Hallo liebe Amputees und Zweibeiner,

nach langer Zeit gibt es heute einen neuen Perspektivenwechsel und ich freue mich Simone Mross dafür gewonnen zu haben. Ihr findet sie auf Instagram unter myprostheticlife.

Sie war eine der Ersten der ich auf Instagram gefolgt bin und wir hatten auf der OT World Messe 2018 die Gelegenheit uns persönlich kennenzulernen. Sie war von einem bekannten Prothesenhersteller beauftragt worden, als Anwenderin für Fragen am Stand zur Verfügung zu stehen.

Wie Simone ihre Lieblingsband auf ihren Prothesen verewigt hat, warum sie ein großer Schuhfan ist und vieles mehr erfahrt ihr in unserem Interview:

1) Welchen persönlichen Bezug hast du zum Thema Prothesenversorgung?

Ich habe eine angeborene Fehlbildung (Dysmelie). Als Kind hatte ich ein kleines Gefährt, eine Sitzschale mit Rädern dran, zur Fortbewegung bekommen. Mit ca. 2 Jahren habe ich meine ersten Beinprothesen erhalten. Die Prothesen sehe ich einfach als ein Teil von mir. Sie gehören zu mir und das bin einfach ich.

Ich trage seit nunmehr 40 Jahren Beinprothesen und im Laufe der Jahre hat sich natürlich einiges in der Prothesenentwicklung getan. Früher gab es noch nicht diese High-Tech Prothesen wie heute. Vor ca. 16 Jahren habe ich meine erste microprozessorgesteuerte Beinprothese bekommen. Davor waren die Prothesen immer mechanisch. Auch die Füße waren ganz anders, sie waren fester und konnten sich dem Gangbild nicht so anpassen, wie das heute der Fall ist.

Außerdem habe ich seit ca. 7 Jahren absatzverstellbare Prothesenfüße. Endlich kann ich Schuhe mit verschiedenen Absätzen anziehen, wie jede andere Frau auch. Es sind nicht immer die ganz hohen Absätze, sondern schon kleine Unterschiede in den verschiedenen Schuhen, die ich damit ausgleichen kann. Das ist für mich ein riesiger Fortschritt.

Endlich nicht mehr beim Schuhkauf darüber nachdenken müssen und sich wie eine „normale“ Frau zu fühlen. Dieses Gefühl geben mir meine verschiedenen Schuhe immer wieder!

Als Kind habe ich oft neue Prothesenschäfte gebraucht, denn man wächst einfach schneller aus den Prothesen raus und sie müssen angepasst werden. Die Versorgung war und ist Teil meines Lebens. Ich war über 30 Jahre zur Versorgung im Uniklinikum Münster, es ist wie ein zweites zu Hause für mich.

Als Kind war ich meist für 2 bis 3 Wochen stationär im Krankenhaus, wenn ich neue Beinprothesen bekommen habe. Ich hatte dort auch Schulunterricht, Physiotherapie, Gangschule, Freundschaften haben sich mit der Zeit entwickelt.

Mit meinem Techniker möchte ich zusammen einfach ein Team bilden. Wir beide arbeiten daran, dass ich die bestmögliche Versorgung erhalte. Für ihn/sie ist das genauso herausfordernd und anstrengend wie für mich. Ich glaube, ich bin da keine einfache Anwenderin 😉 Ich möchte einfach das Maximum aus der Beinprothese für mich rausholen.

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Perspektivenwechsel mit Petra Zohren

Hallo liebe Amputees und Zweibeiner,

ich freue mich, dass es nach längerer Pause wieder mit den Perspektivenwechseln weitergeht auf meinem Blog!

Heute mit einer Anwenderin die schon beim Blogartikel über die Endo-Exo Prothesenversorgung ihre Expertise eingebracht hat: Petra Zohren gibt uns weitere Einblicke in ihr Leben mir Beinprothese.

1) Was war der Grund für deine Amputation und seit wann bist du amputiert?

Ich bin seit 24 Jahren, wegen eines Osteosarkom (Knochenkrebs) linksseitig Oberschenkelamputiert.

Meine Endo-Exo Operation war dann im November 2016, nachdem ich ständig Probleme mit dem Prothesenschaft hatte und eine Nachamputation im Gespräch war.

2) Was ist die größte Veränderung für dich mit der Amputation gewesen?

Es war eine geplante Amputation und schon im Vorfeld habe ich mir eine Beinprothese zeigen lassen. Ich musste wissen, was auf mich zukommt. Es war schon ein massiver Einschnitt in mein Leben. Die ersten Schritte werde ich wohl nie vergessen. Ich brauchte Mut, mich darauf einzulassen, der Beinprothese zu vertrauen. Damals gab es noch keine elektronischen Prothesen und ich erinnere mich noch an so manchen Sturz.

Ich muss auch zugeben mein Äußeres hat mich traurig gemacht. Gezeichnet von der Chemotherapie, stand ich nun auf einem Bein und es fiel mir schwer, diesen Anblick standzuhalten.

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Neues Interview -„Lebensnah“ von Hollister

Hallo liebe Amputees und Zweibeiner,

ich freue mich euch mitteilen zu dürfen, dass druckfrisch mein Interview in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Lebensnah“ erschienen ist.

Die Ausgabe steht ganz im Zeichen des Neuanfangs und welches Thema könnte besser in diese Zeit passen?

Ich denke wir sehnen uns Alle danach, unser Leben wieder in gewohnten Bahnen frei leben zu können.

Mein persönliches Gefängnis war 2013 das Krankenhaus in dem meine Beine amputiert wurden.

3 Monate Intensivstation bedeuteten für mich:

  • die Konfrontation mit dem Tod
  • die Unsicherheit ob mein Leben danach noch nach meinen Vorstellungen lebenswert sein würde
  • monatelange Weggesperrt sein in einem Einzelzimmer, dass meine Besucher nur vermummt von Kopf bis Fuß betreten durften
  • das Gefühl fremdbestimmt zu sein und
  • keine Aussicht, wann sich meine Situation wieder verbessern würde

Ich kann also viele Parallelen von damals zur aktuellen Situation ziehen…

Der wichtigste Unterschied für mich zwischen den beiden Ereignissen?

Heute bin ich GESUND! Meine Familie ist GESUND!

Das ist das höchste Gut und Jeder der dieses Glück hat, hat die Basis für ein zufriedenes Leben.

Wenn du gesund bist, dann hast du einen größeren Spielraum zu entscheiden, wie du auf die aktuellen Umstände, die du nicht beeinflussen kannst, reagierst. Es ist deine Entscheidung, ob du dich über Ausgangssperre, Politiker, Querdenker aufregst und dem verpassten Urlaub nachweinst oder die geschenkte Zeit für etwas Sinnvolles nutzt.

Ein neues Hobby ausprobieren, mehr Zeit mit der Familie verbringen, sich für ein Ehrenamt engagieren oder sich Gedanken machen über eine berufliche Fortbildung und persönliches Wachstum….die Möglichkeiten sind grenzenlos!

Und um was gehts im Interview?

Im Interview erzähle ich über mein Herzensthema, das Projekt „Peers im Krankenhaus“, also die Beratung von Menschen denen die Amputation noch bevor steht bzw. die frisch amputiert sind. Warum es meiner Meinung nach so wichtig ist das Projekt weiter zu stärken und in den Kliniken als festes Beratungsangebot zu etablieren.

Wir reden darüber, was die häufigsten Themen sind mit denen ich in meiner Funktion als Peerberaterin konfrontiert bin und was aus meiner Sicht helfen kann, als Betroffener, wieder bestmöglich ins Leben zurückzufinden. So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so individuell kann auch der Regenerationsprozess sein.

Zudem berichte ich wie sich mein persönlicher Umgang mit meiner Behinderung entwickelt hat und wie Menschen auf mich zukommen, wenn ich meine Prothesen sichtbar zeige – auch mit welchen Vorurteilen und Schwierigkeiten ich durch meine Behinderung konfrontiert bin.

Wir thematisieren die Herausforderungen die es bei der Versorgung mit Hilfsmittel gibt und das es sich lohnt sich über seine Rechte zu informieren, für sie einzutreten und für ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen!

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15 empfehlenswerte Inklusionspodcasts für dich!

Prothetische Hand in schwarz und silber Hand in Hand mit tätowierter männlicher Hand- Perspektivenwechsel mit Prothesen
@pexels

Du möchtest…

…besser verstehen, welche Facetten es beim Thema Behinderung gibt?

…den Begriff Inklusion von Menschen erklärt bekommen die selbst betroffen sind?

…vermittelt bekommen was es mit Begriffen wie Cripping up, Triage und Ableismus auf sich hat?

…erfahren warum du dich mit Barrierefreiheit und Teilhabeleistungen auseinander setzen solltest, auch wenn du (noch) nicht behindert bist?

Du hast…

…keine Ahnung wer dir diese Fragen beantworten kann?

…keine Zeit das Alles selbst zu recherchieren?

…keine Motivation Bücher dazu zu lesen?

Dann kann ich dir die nachfolgende Übersicht von Podcasts empfehlen!

Podcasts, also aufgezeichnete Gespräche von einer oder mehreren Personen die man sich online anhören kann, sind so populär wie nie!

Mittlerweile hat jede Nische mindestens einen Podcast in dem relevante Themen besprochen werden und natürlich hat auch die Community der Menschen mit Behinderung ihre Formate.

Nachfolgend habe ich für dich 13 (!) Podcasts verlinkt, die sich mit all diesen Themen aus Sicht von Menschen mit Behinderung beschäftigen.

Hör rein – möglicherweise ist dein neuer Lieblingspodcast dabei:

Echt behindert! der Deutschen Welle

Nach dem Motto „nichts über uns ohne uns“ werden in diesem Podcast politische, soziale und persönliche Themen behandelt. Und zwar von denen, die sich damit auskennen, den behinderten Menschen selbst.

Zum Talk eingeladen werden politisch Verantwortliche und Behindertenaktivisten, Menschen mit Rollstuhl oder Blindenstock, Sozialarbeiter, Verantwortliche für barrierefreies Bauen, Verbandsfunktionäre, ehrenamtlich Helfende und natürlich jede Menge Menschen, die behindert sind und werden.

Entsprechend dem Grundsatz „Behindertenrechte sind Menschenrechte“ setzt die Deutsche Welle mit diesem Podcast ein starkes Statement für Inklusion und Diversität. 

Die NEUE Norm von Bayern 2

Muss man drei „Behinderten“ zuhören? Muss man nicht, aber man sollte.

Der Berliner Verein Sozialhelden und der Bayerische Rundfunk haben gemeinsam den Podcast “Die Neue Norm” gestartet. Damit gibt es erstmals einen Podcast mit drei Journalist*innen mit Behinderung an den Mikrofonen.

Judyta Smykowski, Jonas Karpa und Raúl Krauthausen brechen die Norm des Normalen auf und sprechen über Vielfalt, Inklusion und das Leben von Menschen mit Behinderung. Sie schildern, wie sie die Begegnungen mit neugierigen Kindern erleben oder erklären, weshalb sie nicht aufgrund ihrer Behinderung bewundert werden wollen. Die Zuhörer*innen bekommen so konkrete Tipps an die Hand, um in Zukunft Unsicherheiten abzubauen. Dabei wollen sie nicht belehren, sondern Sichtweisen liefern, die sonst nicht im medialen Mainstream auftauchen.

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Leben mit Beinamputation und Beinprothese

Surfer mit Board und Beinprothese steht am Meer- Perspektivenwechsel mit Prothesen
Surfer mit Beinprothese am Strand ©pexels

Bein ab…was nun? Ich konnte mir nach meiner Beinamputation überhaupt nicht vorstellen, wie ich auf Beinprothesen wieder laufen sollte. Mir war schon klar, dass ich kein Piratenholzbein bekommen würde, aber ich dachte es würde sich anfühlen wie auf Stelzen zu laufen. Zum Glück ist das nicht der Fall!

Die Prothesenversorgung ist sehr individuell, denn keine Anwendergeschichte gleicht der anderen und wir Amputees haben auch ganz unterschiedliche Ansprüche an unsere Versorgung. Nachfolgend habe ich die aus meiner Sicht wichtigsten Informationen zum Thema Beinprothesen für euch zusammengestellt.

Der Aufbau einer Beinprothese

Aus welchen Bestandteilen eine Beinprothese besteht, hängt von der Amputationshöhe ab.

Je nachdem wo amputiert werden musste (z. B. Fuß, Knie- oder Hüftgelenk) müssen entsprechend verschiedene Prothesenpassteilen verwendet werden. Zwischen den einzelnen Prothesenpassteilen gibt es Verbindungselemente, mit Hilfe derer z. B. die Höhe der Prothese individuell angepasst werden kann oder teilweise auch zusätzliche Funktionen erfüllt werden können.

Folgende Prothesenpassteile gibt es generell:

2 schwarze Beinprothesen aus Carbon mit Fußkosmetik-
Perspektivenwechsel mit Prothesen

Der Prothesenschaft ist die Verbindung zwischen dem Beinstumpf und den anderen Prothesenkomponenten. Der Schaft wird immer individuell aus Carbon angefertigt und ein gute Passform ist Voraussetzung dafür, dass eine befriedigende Prothesenvesorgung sichergestellt wird.

Adapter und Verbindungselemente fügen die verschiedenen Prothesenbauteile zusammen.

Bei den Prothesenfüßen gibt es eine riesige Auswahl von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Ausführungen. Meine Erfahrung ist, dass es den Prothesenfuß der Alles kann noch nicht gibt, also überlegt euch am Besten was für euch bei der Versorgung wichtig ist und testet verschiedene Füße.

Erstversorgung – Die Interimsprothese

Bei jeder neuen Beinprothese wird zuerst eine vorläufige Prothese (Interimsprothese) angefertigt. Diese wird noch nicht mir Carbon hergestellt, damit der Schaft leicht an die variierende Form des Beinstumpfes angepasst werden kann vom Orthopädietechniker. Bei frisch amputierten Patienten reduziert sich der Umfang des Beinstumpfes innerhalb der ersten Monate, abhängig vom Abklingen der Schwellung und dem Verlauf der Wundheilung.

2 Beinprothesen in der Interimsphase der Prothesenanpassung- 
Perspektivenwechsel mit Prothesen
Interimsprothesen mit leicht anpassbaren durchsichtigem Schaft

In der Interimsphase, welche bis zu 6 Monaten dauert, können außerdem bereits unterschiedliche Bauteile wie zum Beispiel Kniegelenk oder verschiedene Füße getestet werden, welche bei der endgültige Prothese (Definitivprothese) verwendet werden. Die Passform der Prothese wird während dieser Probephase immer wieder durch den Orthopädietechniker verbessert, so dass bei der Definitivprothese mit Carbonschaft, möglichst keine Passformprobleme auftreten.

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3 wertvolle Buchtipps die dir durch die Pandemie helfen!

Winterzeit = Lockdownzeit = Lesezeit!

Und Dank Corona gibt es aktuell wenig Ablenkungen und damit die Chance die gewonnene Zeit sinnvoll zu investieren und zwar am Besten in dich selbst!

Ich möchte mit dir 3 ganz besondere Buchtipps teilen, diese können für dich hilfreich sein, wenn dich die aktuelle Lage belastet, sie dich zum Nachdenken bringt und du dir Zeit für deine persönliche Entwicklung nehmen möchtest.

1. Weiter geht`s, Schritt für Schritt (Cornelia Sachs)

Zum ersten Buch habe ich einen ganz besonderen Bezug, da meine Geschichte ein Kapitel davon ist. Seit Ende letzten Jahres habe ich auf diesen Moment gewartet und bin sehr glücklich endlich das fertige Buch in meinen Händen halten zu dürfen!

25 Amputees im Alter von 12-90 Jahren geben Einblicke, wie es ihnen ganz individuell gelungen ist, mit ihrem jeweiligen Schicksal umzugehen und ihren Alltag neu zu gestalten – das macht für mich den unfassbaren Mehrwert dieses Buches aus! Ich habe es in einem Tag durchgelesen und ich bin wirklich stolz Teil dieses Projektes sein zu dürfen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als Cornelia 2019 das Projekt ins Leben gerufen und sich auf die Suche nach Amputees begeben hat, die bereit waren ihre Geschichte für das Buch aufzuschreiben, um damit Anderen zu helfen.

Als ich davon gehört habe, war ich sofort begeistert und wollte unbedingt Teil dieses Ratgebers sein.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es unabhängig, persönlich, gemeinnützig, sowie frei von kommerziellen Eigeninteressen oder Interessen der Versorgungsindustrie und keine Egoshow der einzelnen Teilnehmer ist.

Cornelia ist selbst seit 1980 beinamputiert und lebte bis 2014 in den USA, dort begegnete ihr das Buch „You`re not alone“, das ihr bei der weiteren Verarbeitung ihrer eigenen Beinamputation geholfen hat. Dieses Buch enthält 38 Geschichten von Amputees und ist leider nur in Englisch erhältlich.

Solch eine Lektüre gab es bislang in Deutsch noch nicht. Da Cornelia gemerkt hat, wie hilfreich dies für sie war, hat sie sich vorgenommen, solch ein Buch mit Beispielen, Geschichten und Erfahrungen in Deutschland herauszugeben.

Es ist ein tolles Mutmacher-Buch entstanden und es soll als Quelle für Informationen dienen, zur Stärkung der Position von Amputierten beitragen und das Akzeptieren der neuen Situation erleichtern.

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Amputee takeover auf Instagram!

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Naaa wie läuft die Umsetzung eurer Neujahresvorsätze?

Habt ihr sie schon über den Haufen geworfen oder vielleicht gar keine gemacht?

Gefühlt batteln sich die Menschen aktuell auf Instagram vor allem in den Bereichen Fitness und Ernährung, wer am Schnellsten nach Silvester wieder „in shape“ kommt. Und das will man natürlich der Welt nicht vorenthalten 😀

Da es meiner Meinung nach genügend Leute gibt denen man auf Insta beim homeworkout und Superfood mischen zuschauen kann, teile ich davon nichts auf meinem Account, was aber nicht heißt, dass es keinen Sport und gesunde Ernährung bei mir gibt. Nur vom Anschauen der Stories und Posts, wird man leider nicht fitter 😀

Meine aktuellen Lieblingsaccounts auf Instagram

Ich abonniere auf Instagram in erster Linie andere Amputees aus der ganzen Welt, zudem folge ich noch einigen Organisationen, Firmen und Magazinen die sich mit den Themen Amputation, Prothetik, Inklusion, Persönlichkeitsentwicklung und Money Mindset beschäftigen. 

Falls ihr noch nicht auf Instagram seid, aber euch überlegt euch anzumelden, möchte ich euch ein paar Accounts vorstellen, die zu meinen persönlichen Lieblingsprofilen gehören. Dabei stelle ich hier absichtlich nicht nur Instagramprofile vor die bereits zehntausende von Follower haben, sondern auch weniger bekannte Accounts.

Wenn ihr schon auf Instagram seid, dann schreibt mir gerne, wer zu euren Favoriten gehört und wessen Content ihr euch immer gerne anschaut? Vielleicht folgen wir auch den gleichen Leuten oder ihr findet nachfolgend Jemand der zukünftig auch zu euren Instagramfavoriten gehört. Viel Spaß beim Profile gucken!

yogikira (Yoga Instructor, YogaAmputee, Skier)

melreisoficial (Amputee Ballerina)

pauldegelder (Shark Attack Survivor, Shark Advocate, Amputee Diving)

tattoo_pole_boy (Amputee poler)

allisonelang (Amputee Traveller)

alilcn (Paralympian athlete T61)

that_guy_with_one_leg (Amputee Skater)

carbonhook30 (Amputee MTB Prorider)

elliott_sendy (Paralympic Snowboarder)

naturallykiara (Amputee Model)

stephen.handley (Double BK Amputee mountain climber)

havenfaithshepherd (Paralympic Swimmer)

thesinglehandedsailor (Amputee sails solo around the world)

red_nolegs (Amputee surfer)

Und war was Spannendes für euch dabei? Schreibt mir gerne, wenn ihr Tipps habt die ich eurer Meinung nach hier unbedingt noch ergänzen sollte!

Mein Profil auf Insta findet ihr übrigens unter carbon_ela, würde mich freuen, wenn ihr mal vorbeischaut, meinen Account abonniert und die Glocke aktiviert, damit ihr keine Beiträge verpasst!

Eure

Daniela CarbonEla

EmpowHER @desired.de!

Hallo liebe Amputees und Zweibeiner,

heute ist mein Artikel auf der Seite des Onlinemagazins desired live gegangen.

Ihr erinnert euch bestimmt noch an die diesjährige Kampagne mit AktionMensch zum Thema „Soziales Engagement“, den Gedanken nimmt desired nochmal auf und erzählt meine Geschichte.

Den ganzen Artikel findet ihr unter folgendem Link:

https://www.desired.de/lifestyle/daniela-moechte-vorbild-fuer-andere-menschen-mit-behinderung-sein/

Neben dem Onlinebeitrag wird desired zudem eine Woche lang ein Bild von mir, zusammen mit einer kurzen Info zu meinem Engagement, auf den Stroer Public Video Screens deutschlandweit laufen lassen.

Die Infoscreens findet ihr in vielen U-/S-Bahnstationen und falls ihr mich entdeckt, würde ich mich MEGA freuen, wenn ihr mir kurz Bescheid gebt, wo ihr mich gesehen habt! 🙂

Lieben Dank für eure Unterstützung und soviel sei schon mal verraten: Das war nicht das letzte tolle Projekt für dieses Jahr!

Mein persönliches Highlight kommt noch – save the best for last! 😀

Das passende Cover für deine Beinprothese!

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Du läufst an einem Spiegel vorbei…

Was siehst du?

Viele Amputees haben nach der Amputation erstmal Probleme damit ihren veränderten Körper zu akzeptieren. Sie müssen sich mit ihrem neuen Erscheinungsbild anfreunden und die Blicke der Leute aushalten.

Kommt dann die Prothese, ist es für Viele der erste Schritt zurück zur Normalität, aber dennoch verstecken sie die Beinprothese lieber. Man entspricht nicht mehr der gängigen Norm.

Was ist die Lösung?

Lange Hosen tragen? Auch im Sommer bei 30 Grad und mehr?

In der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten seine Beinprothese zu verschönern und das kann helfen, sich mit der neuen Situation schneller zu arrangieren.

Man kann seinen Schaft mit dem Motiv der Lieblingsband oder des Lieblingsvereins bedrucken lassen, es gibt Schaumstoff- oder Silikonkosmetik, um die Prothese in Form und Farbe möglichst dem ursprünglichen Bein nachzuempfinden.

Viele Fragen mich, ob ich von Anfang an so selbstverständlich meine Beinprothesen gezeigt habe. Die Antwort ist ganz klar: „Auf gar keinen Fall!“

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