Das passende Cover für deine Beinprothese!

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Du läufst an einem Spiegel vorbei…

Was siehst du?

Viele Amputees haben nach der Amputation erstmal Probleme damit ihren veränderten Körper zu akzeptieren. Sie müssen sich mit ihrem neuen Erscheinungsbild anfreunden und die Blicke der Leute aushalten.

Kommt dann die Prothese, ist es für Viele der erste Schritt zurück zur Normalität, aber dennoch verstecken sie die Beinprothese lieber. Man entspricht nicht mehr der gängigen Norm.

Was ist die Lösung?

Lange Hosen tragen? Auch im Sommer bei 30 Grad und mehr?

In der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten seine Beinprothese zu verschönern und das kann helfen, sich mit der neuen Situation schneller zu arrangieren.

Man kann seinen Schaft mit dem Motiv der Lieblingsband oder des Lieblingsvereins bedrucken lassen, es gibt Schaumstoff- oder Silikonkosmetik, um die Prothese in Form und Farbe möglichst dem ursprünglichen Bein nachzuempfinden.

Viele Fragen mich, ob ich von Anfang an so selbstverständlich meine Beinprothesen gezeigt habe. Die Antwort ist ganz klar: „Auf gar keinen Fall!“

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Neue eurocom Broschüre zum Thema Amputation

Hallo liebe Amputees,

eine kurze Info, dass ihr ab sofort die neue Broschüre „Beinamputation- wie geht es weiter?“ (Ratgeber für Patienten) kostenlos bestellen könnt.

Ebenso gibt es eine neue kostenlose Neuauflage von „Recht und Anspruch auf Prothesenversorgung“.

Beide Broschüren könnt ihr unter folgendem Link bestellen oder als PDF herunterladen:

www.eurocom-info.de

 Betroffene und ihre Angehörigen erfahren hier, welche Amputationsarten es gibt, wie es nach einer Amputation weitergeht, wie die Rehabilitation ablaufen sollte und welche Prothesen und Passteile für eine Versorgung infrage kommen.

Informationen zur Bewältigung des Alltags und Erfahrungsberichte von Menschen, die ihr Leben mit Prothese meistern sind ebenfalls enthalten. Zudem eine Übersicht der Kontaktdaten von Rehakliniken und Selbsthilfegruppen.

Amputees erzählen: Ist Endo-Exo Versorgung die Lösung?

 

Endo-Exo Prothesenversorgung

Immer wieder taucht das Thema Endo-Exo Prothesenversorgung in den Facebookgruppen der Amputees auf. Diese Art der Prothesenversorgung kommt ohne Schaft aus, denn hier wird ein Implantat im noch vorhandenen Knochen eingesetzt, welches dann die Verbindung zur Prothese darstellt. Immer mehr Anwender interessieren sich für diese Art der Versorgung. Wer Probleme hat mit herkömmlichen Schäften, wg. Schwitzen oder offenen Stellen, für den kann Endo-Exo eine dauerhafte Lösung sein.

Vereinfacht gesagt, besteht die Endo-Exo-Prothese aus zwei Teilen:

1) Ein Endosystemteil, das in den Knochen fest implantiert wird und mit diesem verwächst (Osseointegration).

2) Ein Exosystemteil, an das die Prothesenbauteile wie Kniegelenk oder sonstige Anschlussteile angeschlossen werden.

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Durch diese Endo-Exo-Beinprothese verläuft die Kraftübertragung wieder so, wie es die Natur vorgesehen hat: über den Knochen. Das bedeutet maximale Mobilität und ein sicheres, harmonisches Gangbild ohne die störenden Randbereiche eines Prothesenschaftes.

WAS SIND DIE VORTEILE EINER OSSEOINTEGRATION?

Für Patienten mit Amputation bietet die Osseointegration gegenüber der Schaft-Prothese eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Mehr Beweglichkeit
  • Präzise Führung der Prothese
  • Mehr Aktivität
  • Größerer Tragekomfort u.a. auch beim Sitzen
  • Einfache Handhabung
  • Volumenschwankungen des Stumpfes haben keine Auswirkung
  • Direkte Verbindung zum Körper ohne Schaft

WAS KÖNNEN NACHTEILE EINER OSSEOINTEGRATION SEIN?

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Blut, Schweiß und Tränen

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Bevor ich auf Reha kam, hatte ich im Krankenhaus nur sehr wenig Physiotherapie. In erster Linie ging es hier darum die Gelenke beweglich zu halten, dass keine Sehnenverkürzung stattfindet, Stumpfabhärtung und dass ich es endlich schaffe ohne Hilfe vom Bett in den Rolli zu kommen, damit ich auf Reha selbstständiger bin. Obwohl mir der Rolli die Freiheit gab, ohne Prothesen wieder selbst zu bestimmen, wann ich wo hinfahre, war ich nicht begeistert davon. Auch als der Mann vom Sanitätshaus kam, mich ausgemessen hat und mit mir die verschiedenen individuellen Bestandteile durchgegangen ist, hat mich die Aussicht auf einen flamingofarbenen Rolli mit Glitzer nicht aufheitern können. Ich kam mir damit einfach so richtig behindert vor.

Angekommen in der Reha ging es bald mit den ersten Anwendungen los. Krafttraining, Ergotherapie, Physiotherapie, Dehnung, Ausdauer- und Gleichgewichtstraining bestimmen jetzt meinen Alltag. Die Ärzte haben einen 3monatigen Aufenthalt für mich beantragt, welcher problemlos genehmigt wurde.

Ich glaube Keiner hat zu dem Zeitpunkt geglaubt, dass ich nach 3 Monaten entlassen werde, aber für mich war klar: In 3 Monaten werde ich hier auf Prothesen und ohne Hilfmittel rausmarschieren! Challenge accepted! Weiterlesen „Blut, Schweiß und Tränen“

Dieser Weg wird kein leichter sein…Start in die Reha

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Totales Gefühlschaos. Nach über 8 Monaten im Krankenhaus soll ich jeden Moment vom Krankentransport abgeholt werden und in die Rehaklinik gebracht werden. Meine Sachen sind gepackt, ich wurde in meinem Krankenhausbett auf den Gang gerollt, es ist unerträglich heiß und gefühlt dauert es ewig bis ich abgeholt werde.

Ein komisches Gefühl breitet sich in mir aus. Ich hab Angst…da kann ich endlich aus meinem Gefängnis ausbrechen und trotzdem hab ich Angst vor der Veränderung und was auf mich zukommt. Verrückt oder? Seit Wochen und Monaten will ich nur raus hier, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und irgendwie hat es mir Sicherheit gegeben, dass ich wusste, dass im Notfall ein Team an Ärzten zur Verfügung steht.

Okay aber jetzt ist es an der Zeit nach Vorne zu schauen. Weiterlesen „Dieser Weg wird kein leichter sein…Start in die Reha“

Depression im Krankenhaus und das lange Warten auf die Reha

Depression Krankenhaus

Nach 3 Monaten Intensivstation wurde ich auf Normalstation verlegt. In ein Einzelzimmer. In Quarantäne. In einer der zahlreichen OPs hatte ich einen multiresistenten Keim in die offenen Wunden am Oberschenkel bekommen. Pseudomonas heißt der hartnäckige Begleiter.

Aufgrund des Keims heilten meine großflächigen Wunden, von der Hautverpflanzung, nicht mehr zu. Man könnte denken, dass ich zu diesem Zeitpunkt meine schlimmste Zeit schon hinter mir gehabt hätte…leider nein. Weiterlesen „Depression im Krankenhaus und das lange Warten auf die Reha“