Wie Menschen an Schicksalsschlägen wachsen können – ist Resilienz der Schlüssel?

Sporthprothese Oberschenkelamputation

Die meisten von uns sind im ihrem Leben schon das ein oder andere Mal auf die Probe gestellt worden. Manchmal merkt man lange nicht, dass einen eine Situation belastet und manchmal schlägt einem das Schicksal so hart ins Gesicht, dass es einem den Boden unter den Füssen wegzieht. Ich kenne sowohl das eine als auch das andere Szenario. Schon öfters wurde mir gesagt, dass mich Leute bewundern wie ich mit meiner Krankheitsgeschichte umgehe. Für mich ist das keine besondere Leistung, da ich mich einfach so verhalten habe, wie es sich für mich richtig angefühlt hat. Dennoch hat es mich dazu gebracht darüber nachzudenken, was den Unterschied ausmacht, wenn man in solch eine Extremsituation gerät.

Wie kannst du erkennen, ob du auf eine Krise zusteuerst oder sogar schon mittendrin steckst?

Oft fühlt man eine Art Ohnmacht oder Kontrollverlust, man versucht krampfhaft an den bekannten Strukturen festzuhalten, man weigert sich mit der Situation auseinanderzusetzen und nötige Entscheidungen zu treffen, man ist unfähig einen Ausweg und Alternativen zu sehen, man fühlt sich antriebslos, ist schnell gereizt und neigt zu übertriebenen Zynismus.

Was macht den Unterschied, warum manche Menschen mit Lebenskrisen besser umgehen können als Andere?

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Mein erstes Interview zu meinem Blog ist live! Mutmacher auf mobitipp.de

mobitipp Interview Perspektivenwechsel mit Prothesen

Ich freue mich euch mitteilen zu dürfen, dass mein erstes Kurzinterview mit Brigitte Muschiol von Mobitipp live ist! Bin schon ein bisschen stolz und wünsche euch viel Spaß beim Lesen 🙂

Hier gehts zum Interview:

https://www.mobitipp.de/daniela-maier-bloggt-zu-amputation-und-beinprothesen/

Vor fünf Jahren wurden Daniela Maier aufgrund einer durch Heparin ausgelösten HIT Typ II-Erkrankung beide Unterschenkel amputiert. Kürzlich hat die 35-Jährige einen Blog gestartet. Darin berichtet sie über ihre Amputation, ihre Erfahrungen mit den Prothesen und über ihre Aktivitäten. Zum Beispiel über ihre Reisen, unter anderem nach New York. Eine Packliste gibt es obendrein. Gut geschriebene Texte ohne Pathos, mit viel Inhalt.

 

Es lebe der Sport! (auch für Bewegungsmuffel)

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© 2017 by CarbonEla. All rights reserved.

Ich war noch nie mega sportlich. Die einzige Person die ich vor meiner Amputation kannte, welche 2 Beinprothesen hatte, war Oscar Pistorius. Ihm wurde wg. einer angeborenen Gliedmaßenfehlbildung als Baby schon beide Unterschenkel amputiert, d.h. er hat von klein auf das Laufen mit Prothesen erlernt. Zudem war er paralympischer Spitzensportler und damit konnte ich mich jetzt beim besten Willen nicht vergleichen. Daher dachte ich, dass es für mich als 30jährige, nur mittelambitionierte Sportlerin, sehr lange dauern wird, dass ich annähernd an sein Gangbild herankomme.

Da ich ein Häufchen Elend war, als ich in der Reha aufgenommen wurde und durch das viele Liegen im Krankenhaus in den letzten Monaten, meine Muskeln praktisch nicht mehr vorhanden waren, war Sport unabdingbar, wenn ich auf die Beine kommen wollte. Und so ist es bis heute geblieben.

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Wo finde ich als Amputee Hilfe & erste Informationen?

Beinprothese Unterschenkel

Da mir beim Austausch mit anderen Amputierten immer wieder auffällt, wie oft Quellen nicht bekannt sind, wo man sich Infos zu diversen Themen rund um Prothesenversorgung etc. beschaffen kann, möchte ich hier eine kurze Auflistung der für mich wichtigsten Austauschmöglichkeiten zur Verfügung stellen: Weiterlesen „Wo finde ich als Amputee Hilfe & erste Informationen?“

Reisen mit Beinprothesen (inklusive praxiserprobter Packliste)

Reisen mit Beinprothesen NYC
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Zurück aus dem Weihnachtsurlaub in der Karibik, ist es an der Zeit mal einen Artikel über das Reisen mit Prothesen zu schreiben. Tatsächlich bin ich seit meiner Amputation schon viel gereist, denn ich will noch viel sehen von der Welt!

Mit der ersten großen Reise nach der Ampu, habe ich mir einen Traum und zugleich ein Versprechen an mich selbst erfüllt. Für Silvester 2012/2013 war der Plan nämlich nicht auf der Intensivstation zu liegen und um mein Leben zu kämpfen, sondern es sollte nach NYC gehen. Aber es kam nun mal Alles anders…

Allerdings wollte ich diese Reise auf jeden Fall nachholen. Mein erster Flug mit Prothesen war 2014 nach Berlin, danach ging es nach London und im Folgejahr die erste lange Flugreise in den Big Apple. Ich habe mir von meiner Hausärztin eine Bescheinigung für die Prothesen, die Medikamente und medizinischen Hilfsmittel ausstellen lassen. Tatsächlich wollte das Schreiben bisher noch nie Jemand sehen. Vor jedem Flug gebe ich der Fluggesellschaft kurz per Mail Bescheid, dass ich mit Prothesen unterwegs bin und reserviere mir dann immer einen Gangplatz, für mehr Beinfreiheit. Leider dürfen die Plätze am Notausgang, bei denen mehr Platz ist, nicht von Personen mit körperlichen Einschränkungen besetzt werden, für den Ernstfall. Was immer bei der Sicherheitskontrolle gemacht wird, ist ein Sprengstofftest, da der Metalldetektor natürlich immer ausschlägt. Bisher musste ich die Prothesen nie dafür ausziehen und das Ergebnis des Sprengstofftests braucht auch nur wenige Minuten. Weiterlesen „Reisen mit Beinprothesen (inklusive praxiserprobter Packliste)“

Neuanfang: Zurück ins reale Leben mit Lifehacks für Amputierte

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Seit über 10 Jahren wohne ich in München und trotzdem war die Anfangszeit komisch, als ich wieder zurück in der Stadt war. Die Hektik der Großstadt, wieder in den Alltag zurückzufinden, die Massen an Menschen und dass Jeder so mit sich beschäftigt ist, das war irgendwie befremdlich. Da ich noch kein Auto hatte, bin ich viel Öffentlich gefahren und im Alltag herrschen andere Bedingungen als im Krankenhaus. Passanten die keine Rücksicht aufeinander nehmen, Aufzüge/Rolltreppen die nicht funktionieren, Treppen ohne Geländer usw.

Aber ich hatte klare Ziele, welche ich die kommenden Wochen und Monate erreichen wollte. Folgendes stand auf meiner todo-Liste: Weiterlesen „Neuanfang: Zurück ins reale Leben mit Lifehacks für Amputierte“

10 Dinge die mir geholfen haben mich wieder selbst zu finden

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Ab sofort heißt es jeden Tag Prothesen anziehen und sowohl Tragezeit, als auch Laufstrecke kontinuierlich verlängern. Es gibt gute und schlechte Tage und manchmal will ich die Prothesen einfach nur in die Ecke schmeißen. Es kostet richtig viel Kraft und zu diesem Zeitpunkt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich mit den Prothesen mal einen ganzen Tag unterwegs sein soll.

Allerdings habe ich mein festes Ziel vor Augen und wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann bin ich bereit über Grenzen zu gehen. Jeder Schritt bringt mich meinem Ziel von einem selbstbestimmten Leben ein Stück näher. Je mehr ich wieder selbst machen kann, umso selbstsicherer werde ich wieder.

Denn ehrlich gesagt die Monate im Krankenhaus haben psychisch Spuren hinterlassen. Es gab eine Zeit, da hatte ich das Gefühl, als ob ich mich verloren habe. Ich war einfach nicht mehr ich. Ich war weder psychisch noch physisch die Person, mit der ich die letzten 30 Jahre verbracht habe.

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