Amelos – Fetisch oder Krankheit?

Amelo Fetisch

Das Internet schafft es, dass Menschen sich über Kontinente und Sprachbarrieren hinweg vernetzen können. Für Amputees schafft es die Möglichkeit sich untereinander in Gruppen auszutauschen, dort Bilder zu posten und einander zur Seite zu stehen, auch wenn mehrere hundert Kilometer zwischen den Beteiligten liegen. Aber das Internet bietet auch die Möglichkeit der Anonymität, sich in sozialen Netzwerken mit Fakeprofilen anzumelden und über diese Profile gewisse Interessen zu befriedigen, mit denen man im echten Leben lieber nicht hausieren gehen möchte.

Dazu zählt der Amelotatismus. Amelotatismus oder auch Amputationsfetischismus, ist eine sexuelle Präferenz für Menschen mit fehlenden Gliedmaßen.

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Wie Menschen an Schicksalsschlägen wachsen können – ist Resilienz der Schlüssel?

Sporthprothese Oberschenkelamputation

Die meisten von uns sind im ihrem Leben schon das ein oder andere Mal auf die Probe gestellt worden. Manchmal merkt man lange nicht, dass einen eine Situation belastet und manchmal schlägt einem das Schicksal so hart ins Gesicht, dass es einem den Boden unter den Füssen wegzieht. Ich kenne sowohl das eine als auch das andere Szenario. Schon öfters wurde mir gesagt, dass mich Leute bewundern wie ich mit meiner Krankheitsgeschichte umgehe. Für mich ist das keine besondere Leistung, da ich mich einfach so verhalten habe, wie es sich für mich richtig angefühlt hat. Dennoch hat es mich dazu gebracht darüber nachzudenken, was den Unterschied ausmacht, wenn man in solch eine Extremsituation gerät.

Wie kannst du erkennen, ob du auf eine Krise zusteuerst oder sogar schon mittendrin steckst?

Oft fühlt man eine Art Ohnmacht oder Kontrollverlust, man versucht krampfhaft an den bekannten Strukturen festzuhalten, man weigert sich mit der Situation auseinanderzusetzen und nötige Entscheidungen zu treffen, man ist unfähig einen Ausweg und Alternativen zu sehen, man fühlt sich antriebslos, ist schnell gereizt und neigt zu übertriebenen Zynismus.

Was macht den Unterschied, warum manche Menschen mit Lebenskrisen besser umgehen können als Andere?

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10 Dinge die mir geholfen haben mich wieder selbst zu finden

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Ab sofort heißt es jeden Tag Prothesen anziehen und sowohl Tragezeit, als auch Laufstrecke kontinuierlich verlängern. Es gibt gute und schlechte Tage und manchmal will ich die Prothesen einfach nur in die Ecke schmeißen. Es kostet richtig viel Kraft und zu diesem Zeitpunkt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich mit den Prothesen mal einen ganzen Tag unterwegs sein soll.

Allerdings habe ich mein festes Ziel vor Augen und wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann bin ich bereit über Grenzen zu gehen. Jeder Schritt bringt mich meinem Ziel von einem selbstbestimmten Leben ein Stück näher. Je mehr ich wieder selbst machen kann, umso selbstsicherer werde ich wieder.

Denn ehrlich gesagt die Monate im Krankenhaus haben psychisch Spuren hinterlassen. Es gab eine Zeit, da hatte ich das Gefühl, als ob ich mich verloren habe. Ich war einfach nicht mehr ich. Ich war weder psychisch noch physisch die Person, mit der ich die letzten 30 Jahre verbracht habe.

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